PC Anza Wlan Settings

So schützen Sie Ihr Heim-WLAN: Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

PC Service Klosterneuburg

Andras Lantos
Founder and Lead Technician of PC Anza, based in Klosterneuburg

Die heimische Internetverbindung ist heute eine ebenso grundlegende Ressource wie Wasser oder Strom. Ob Home-Office, Netflix-Streaming oder Smart-Home-Geräte – unser WLAN ist das Tor zu unserer digitalen Festung. Doch ist dieses Tor auch stark genug? Da Cybersicherheitsvorfälle auch in Österreich immer häufiger werden, sollte man nicht warten, bis etwas passiert. Hier sind 5+1 konkrete Schritte, mit denen Sie Ihr Netzwerk „kugelsicher“ machen können.

 

  1. Ändern Sie die werkseitigen Login-Daten

 

Auf der Unterseite der meisten Router befindet sich ein Aufkleber mit Benutzernamen und Passwort (z. B. Admin / 1234). Hacker kennen diese Standardlisten auswendig.

  • Tipp: Loggen Sie sich in die Benutzeroberfläche Ihres Routers ein (meist unter der Adresse 192.168.0.1 oder 192.168.1.1) und ändern Sie das Administrator-Passwort. Das ist nicht das WLAN-Passwort, sondern das für die Einstellungen!

 

  1. Geben Sie dem Netzwerk einen individuellen Namen (SSID)

 

Standardnamen (z. B. A1-B34D oder Magenta-7721) verraten dem Angreifer den Router-Typ, was ihm hilft, gezielt nach Sicherheitslücken zu suchen.

  • Tipp: Wählen Sie einen Namen, der keinen Rückschluss auf Ihre Person oder Adresse zulässt. Statt „Familie_Müller_WLAN“ wählen Sie lieber etwas wie „Supernova2026“.

 

  1. Nutzen Sie die stärkste Verschlüsselung: WPA3

 

Die alte WPA2-Verschlüsselung gilt mittlerweile als verwundbar. Wenn Ihr Router (und Ihre Geräte) es unterstützen, wechseln Sie auf WPA3. Für ältere Geräte ist der „WPA2/WPA3 Mixed Mode“ die beste Wahl.

  • Tipp: Ihr WLAN-Passwort sollte mindestens 12 Zeichen lang sein und Groß- sowie Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen enthalten.

 

  1. Richten Sie ein Gastnetzwerk (Guest Network) ein

 

Dies ist eine der effektivsten Schutzmaßnahmen. Wenn Freunde zu Besuch kommen, geben Sie ihnen nicht das Passwort Ihres Hauptnetzwerks! Warum? Ein Gastnetzwerk isoliert fremde Geräte von Ihren privaten PCs und NAS-Speichern. Falls das Handy eines Freundes einen Virus hat, kann dieser nicht auf Ihren Laptop übergreifen.

 

  1. Halten Sie die Software aktuell (Firmware)

 

Hersteller schließen laufend Sicherheitslücken. Österreichische Anbieter (A1, Magenta etc.) aktualisieren ihre Modems oft aus der Ferne, aber wenn Sie einen eigenen Router besitzen (z. B. ASUS oder eine FRITZ!Box), müssen Sie die Updates selbst prüfen.

  • Tipp: Suchen Sie in den Einstellungen nach dem Menüpunkt „Firmware Update“ und stellen Sie diesen auf „Automatisch“.

 

  1. Deaktivieren Sie die WPS-Funktion (falls vorhanden)

 

WPS (Wi-Fi Protected Setup) war ursprünglich eine Komfortfunktion, um Geräte per Knopfdruck zu verbinden. Das Problem: Es ist sicherheitstechnisch extrem schwach und seit Jahren eine bekannte Angriffsfläche.

  • Tipp: Suchen Sie in den Router-Einstellungen nach „WPS“ und schalten Sie es komplett aus. Die manuelle Eingabe des WLAN-Passworts ist deutlich sicherer.

 

  1. Positionieren Sie den Router richtig (ja, das ist auch Sicherheit!)

 

Viele vergessen, dass die physische Platzierung zählt. Wenn der Router direkt an der Außenwand oder am Fenster steht, strahlt das Signal weiter nach draußen als nötig.

  • Tipp: Der beste Platz ist in der Mitte der Wohnung.
    • Nicht auf dem Fensterbrett.
    • Nicht im Keller oder im Schrank. So verringern Sie die Chance, dass jemand vom benachbarten Parkplatz aus zugreift.

 

  1. Smart-Home-Geräte? Ab ins separate Netzwerk!

 

Smart-TVs, Saugroboter, Kameras, Babyfone… Diese sind oft das schwächste Glied in der Kette.

  • Tipp: Wenn Ihr Router es erlaubt, erstellen Sie:
    • ein separates „IoT“-Netzwerk
    • oder binden Sie diese Geräte in das Gastnetzwerk ein.

So haben diese keinen Zugriff auf Ihren Laptop oder Ihre Arbeitsdateien, selbst wenn ein Hersteller einen Sicherheitsfehler macht.

 

  1. Jährlicher Check: Wer ist noch im Netzwerk?

 

Es kommt überraschend oft vor, dass alte Handys, verkaufte Laptops oder unbekannte Geräte „hängen bleiben“.

  • Tipp: Öffnen Sie 1–2 Mal pro Jahr die „Geräteübersicht“ (Connected Devices):
    • Löschen Sie alles, was Sie nicht kennen.
    • Ändern Sie bei Bedarf das WLAN-Passwort.

Das dauert 5 Minuten, macht aber einen großen Unterschied.

 

+1 Österreich-Extra: Die FRITZ!Box und das Smart Home

 

In Österreich sind FRITZ!Box-Router extrem beliebt. Diese bieten eine hervorragende Funktion: Sie können einstellen, dass Sie eine E-Mail erhalten, sobald sich ein neues, unbekanntes Gerät mit Ihrem Netzwerk verbindet. Dieser „Push Service“ dient als Sofort-Alarm bei unbefugten Zugriffsversuchen.

 

 

Sicherheit ist keine einmalige Einstellung

 

Digitale Sicherheit ist wie Gartenpflege: Man muss regelmäßig danach schauen. Es lohnt sich, einmal im Jahr die Passwörter zu ändern und die Liste der verbundenen Geräte zu prüfen. Kann ich Ihnen bei den Einstellungen helfen? Wenn Sie im Menü Ihres Routers feststecken oder nicht wissen, was eine bestimmte Einstellung bedeutet, schreiben Sie mir einfach – ich helfe Ihnen gerne dabei, Ihr Zuhause sicher zu machen!

 

Wenn Sie schnelle Computerhilfe per Fernsupport benötigen, können Sie hier direkt einen Termin vereinbaren oder uns bei Fragen vorab kontaktieren. Unser Online-IT-Service steht Ihnen österreichweit zur Verfügung, flexibel und ohne Anfahrtskosten.

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