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Welche Internetgeschwindigkeit brauche ich?

PC Service Klosterneuburg

Andras Lantos
Founder and Lead Technician of PC Anza, based in Klosterneuburg

Noch in der zweiten Hälfte der neunziger Jahre fühlten wir uns privilegiert, wenn wir mit unserem Dial-up-Modem (das damals Geschwindigkeiten von 28,8 kbit/s, 33,6 kbit/s oder bei den Wohlhabenderen bereits 56 kbit/s erreichte) ins Internet gehen konnten, um Bilder von Anna Kournikova anzusehen oder MP3-Musik herunterzuladen – etwa 3 bis 4 Songs pro Tag.

 

Dann beschleunigten sich die Dinge im Handumdrehen: Zuerst kam ISDN, das fast sofort von ADSL und später vom Kabel-Internet abgelöst wurde. Im Jahr 2026 erfolgt der Hochgeschwindigkeits-Internetzugang (100–1000 Mbit/s) in städtischen Gebieten fast überall über Glasfaser (Fiber Optics).

 

Wie die folgende Tabelle zeigt, hat sich das Internet in etwa 30 Jahren rasant entwickelt. Der Zugang für den Durchschnittsbürger ist kein Luxus mehr, sondern eine Grundversorgung wie Wasser oder Strom.

 

Zeitraum Technologie Durchschnitts-geschwindigkeit Download von 5 GB
1995 Dial-up 36.6 kbit/s ca. 8 Tage
2005 ADSL 8 Mbit/s ca. 1,5 Stunden
2015 VDSL / Kabel 50 Mbit/s ca. 14 Minuten
2026 Glasfäser 1000 Mbit/s ca. 40 Sekunden

 

Welche Technologien sind derzeit in Österreich verfügbar?

 

Die Geschwindigkeit des Internets ist nur eine Zahl, oft ist es jedoch wichtiger, auf welche Weise es

zu uns gelangt. Hierfür gibt es derzeit zwei Hauptlösungen:

 

  1. Kabelgebunden (Kabel oder Glasfaser)

 

  • Vorteile: Hohe Geschwindigkeit und niedrige Latenz (Ping). Für Gamer oder zum Arbeiten ist dies die stabilste Lösung. Selbst im Innenbereich ist ein LAN-Kabel oft besser als WLAN.
  • Nachteile: Standortgebundenheit. Bei einem Umzug muss oft neu gebohrt oder verkabelt werden, zudem gibt es häufig Mindestvertragslaufzeiten.

 

  1. Kabellos (LTE/5G, Starlink)

 

  • Vorteile: Flexibel, tragbar, und bei 5G gibt es auch bei der Geschwindigkeit keine Probleme mehr. Auf dem Land oder in den Bergen ist dies oft die einzige verfügbare Option.
  • Nachteile: In Stoßzeiten kann es langsamer werden; die Geschwindigkeit hängt von der Auslastung des Sendemasts und der Signalstärke ab.

 

Wie viel Speed brauche ich wirklich?

 

Die Antwort ist einfach, wenn man in der Stadt wohnt und Geld keine Rolle spielt: In diesem Fall sollte man immer das Schnellste und Modernste wählen. Aber was ist, wenn das Budget eine Rolle spielt? Vor der Wahl lohnt es sich, drei wichtige Fragen zu stellen:

 

  1. Wofür nutze ich das Internet hauptsächlich?

 

  • Nur zum Surfen und Videos schauen?
  • Benötige ich es für die Arbeit?
  • Streame ich 4K-Videos oder spiele ich viel kompetitive Online-Games?

 

  1. Wie viele Geräte sind gleichzeitig im Netz?

 

  • Lebe ich allein oder mit der Familie?
  • Nutze ich nur Standardgeräte (Laptop, Handy)?
  • Sind auch andere Geräte verbunden (TV, Smart-Lighting, NAS, Kühlschrank, Überwachungskameras)?

 

  1. Welche Anschlussart ist vor Ort verfügbar?

 

  • Kabel? DSL? Glasfaser? Oder nur 5G?

 

Zu langsames Internet führt zu ruckelnden Videoanrufen, Filmen in geringer Auflösung und ewig dauernden Downloads. Zu schnelles Internet hingegen ist herausgeworfenes Geld, als würde man einen Porsche kaufen, nur um zum Supermarkt an der Ecke zu fahren.

 

Die empfohlene Geschwindigkeit für verschiedene Nutzungen sieht etwa so aus:

 

Nutzung Empfohlene Geschwindigkeit Wofür reicht das?
Einfaches Surfen, E-Mails 10–30 Mbit/s Webseiten, E-Mails, Social Media (Facebook, TikTok)
HD-Video-Streaming 50–150 Mbit/s Full HD Videos (Netflix, YouTube, Disney+)
Home Office 100+ Mbit/s Stabile Videoanrufe (Zoom, Teams, Google Meet)
Online-Gaming 150+ Mbit/s Flüssiges Spiel ohne Ruckler (Lag)
Große Familie / Viele Geräte 300+ Mbit/s Gleichzeitiges Streaming, Downloads, Mobile Games

 

Welchen Anbieter und welchen Tarif soll ich wählen?

 

Sofern verfügbar, kann man mit den drei großen Anbietern kaum etwas falsch machen. Oft entscheiden nicht wir, sondern die Hausverwaltung des Wohnhauses hat bereits einen Exklusivvertrag mit einem Anbieter abgeschlossen.

 

A1 Telekom Austria:

Der Anbieter mit der größten Abdeckung. Preislich nicht immer der günstigste, aber in Sachen Stabilität unschlagbar. Wir bei PC Anza nutzen ebenfalls deren Glasfaser-Internet und sind vollauf zufrieden. Als Einstiegsangebot gibt es oft bis zu drei Gratismonate.

Preisniveau: 50 – 1000 Mbit/s ca. €22 – €60+

 

Magenta Telekom:

Der deutsche Riese, fast überall verfügbar. Über das Kabelnetz (Koax) können sie hervorragende Geschwindigkeiten liefern. Oft gibt es tolle Aktionen.

Preisniveau: 50 – 1000 Mbit/s ca. €27 – €60+

 

Drei Austria:

Stark bei 5G und günstigen Kombi-Paketen. Regional verfügbar, mit einem ständig wachsenden und schneller werdenden Netz.

Preisniveau: z.B. 300 Mbit/s ab ca. €35+

 

Wenn Sie eine alternative oder günstigere Lösung suchen, gibt es sogenannte Diskonter (z. B. Spusu, OJA oder Fonira). Diese bieten oft Tarife ohne Bindung an, nutzen jedoch die Infrastruktur der drei großen Betreiber.

 

Falls kein Kabel-Internet verfügbar ist, löst eine 5G-Lösung (Internet-Cube) das Problem sofort. Um herauszufinden, welcher Dienst an Ihrer Adresse verfügbar ist, nutzen Sie Vergleichsportale wie durchblicker.at oder tarife.at.

 

Österreich hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 landesweit Gigabit-Internet für alle Haushalte bereitzustellen, auch die 5G-Abdeckung wächst kontinuierlich.

 

Worauf Sie beim Vertragsabschluss achten sollten:

 

  • Servicepauschale: Viele Anbieter berechnen zusätzlich zur Grundgebühr eine jährliche Pauschale von ca. €25–35.

 

  • Herstellungskosten: Bei Glasfaser können die Anschlussgebühren hoch sein, werden aber oft im Rahmen von Aktionen erlassen.

 

  • 5G vs. 4G: Wenn Sie einen mobilen Internet-Würfel (Cube) kaufen, wählen Sie unbedingt 5G, da 4G-Netze vielerorts bereits überlastet sind.

 

Sollten Sie weitere Fragen haben, kontaktieren Sie uns gerne. Wir beraten Sie mit den aktuellsten Informationen, damit Sie die beste Option für sich finden!

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